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Eulen nach Athen tragen...
• • • • • (bewertet mit 5 von 5 Punkten)
Über Beatles-Platten noch etwas Neues zu sagen, ist wohl kaum noch möglich...Das sind eben alles Klassiker! Trotzdem: gerade dieses Album wurde immer wieder in der Bewertung des Gesamtkatalogs der Beatles als "leicht vermasselt" angesehen, nicht zuletzt wegen der reichlich oppulenten Abmischung von Phil Spector. Aber vergleicht man einmal die "Urfassungen (?)", die vor ein paar Jahren auf "Let it be..Naked" veröffentlicht wurden, mit der Spector-Abmischung, so haben doch einige der Songs durch Spector gewonnen: "I me mine", "I dig a Pony", "Let it be" mit dem superben Gitarrensolo und vor allem "Across the Universe", das in der abgespeckten Version einfach nur albern und dünn klingt. Einziger Pluspunkt der "Naked"-Version war "The long and winding Road", das von Spector durch Chor und zuviel Streicher fast verkitscht wurde. Also im Fazit: das ursprüngliche "Let it be"-Album, so wie es Anfang 1970 veröffentlicht wurde, ist trotz einiger schwächelnder Songs ein Beatles-Klassiker, der sich in dieser Version ins kollektive Gedächtnis eingebrannt hat und der ja auch einige klassische Songs (Let it be, Long and winding Road oder Get back)enthält. In der neu vorgelegten Remaster-Version gewinnen die Songs leicht an Transparenz und Klarheit, die CD ist auf jeden Fall besser als die ursprüngliche CD-Ausgabe aus den achtzigern aber nicht wirklich besser als die Original-LP von 1970.
Eine Rezension von Ansgar Leuthner "ansgarleuthner" >
vom 29. Oktober 2009 |